Abteilung des Nationalmuseums
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Öffnungszeiten:
- Vom 19.04.2006 bis 31.08.2006 von 9.00 bis 17.00 von Montag bis Sonntag
- Vom 1.09.2006 bis 31.10.2006 von 9.00 bis 17.00 von Dienstag bis Sonntag
- Vom 2.11.2006 bis 15.04.2007 von 9.00 bis 16.00 von Dienstag bis Sonntag
Das Panorama von Racławice in Breslau (Wrocław) ist eines der wenigen erhalten gebliebenen Massenkulturdenkmäler des 19. Jh. weltweit. Innerhalb Polens ist dieses Rundgemälde das erste und einzige Kunstwerk dieser Art. Mit einer Größe von 15 x 114m verwandelte sich das Meisterwerk in mehreren Arbeitsstufen und verschiedenen Techniken über Jahre zu einem Zeugnis vergangener Realität und Zeit.
Initiator des Panoramas war der bekannte Lemberger Maler Jan Styka ( 1858 – 1925), der den ausgezeichneten Schlachtenmaler Wojciech Kossak (1857 – 1942) zur Mitarbeit engagierte. Weiterhin waren folgende Maler an dem Kunstwerk beteiligt: Ludwik Boller, Tadeusz Popiel, Zygmunt Rozwadowski, Teodor Axentowicz, Włodzimierz Tetmajer, Wincent Wodzinowski und Michał Sozański.
Dargestellt wird der Sieg der polnischen Armee über die russische in der Schlacht bei Racławice 1794 unter Führung des polnischen Generals Tadeusz Kościuszki.
1894 wurde in Lemberg eine Nationalausstellung organisiert, die ein guter Anlass war, diesen glorreichen Meilenstein in der polnischen Geschichte künstlerisch zu verewigen. Seit 1893 arbeitete man neun Monate ununterbrochen an diesem riesigen Gemälde, bis es am 5. Juni 1894 feierlich eröffnet werden konnte. Seit dieser Zeit war es ein Magnet für viele Lemberger Gäste und wurde zu einer wahren Touristenattraktion. Nach dem 2. Weltkrieg wurde es zusammen mit Teilen der Ossolineumsbibliothek nach Breslau überführt. Hier bedurfte es über 35 Jahre bis man das zerlegte Kunstwerk wieder handwerklich aufbereitet hatte und ein geeignetes Gebäude bauen ließ, um es der Öffentlichkeit in seiner vollen Pracht zeigen zu können. Gleichzeitig war es lange Jahre unter dem kommunistischen Regime ein ungeliebtes Kunstwerk und nur auf Druck eines engagierten Komitees von Freiwilligen war es möglich, dass das Panorama am 14. Juni .1985 wieder der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurde.
Eine ehemals Lemberger Attraktion ist nun zu einer Hauptattraktion in Breslau geworden. Unter den zahlreichen Gästen, die sich das Panorama bereits angeschaut haben, sind folgende Persönlichkeiten: Papst Johannes Paul II, die niederländische Königin Beatrix, das belgische Königspaar Albert und Paola, Czeslaw Milosz und die Enkelin des Malers Gloria Kossak.




